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Yakin, Murat

Murat "Muri" Yakin

* 15. September 1974

Position: Abwehrspieler zentral

Vereinsstationen
1982-1992 FC Concordia Basel
1992–1997 Grasshoppers Zürich
1997–1998 VfB Stuttgart/De
1998–1999 Fenerbahce Istanbul/Tür
1999–2001 FC Basel
2001- 1. FC Kaiserslautern/De
2001–2006 FC Basel

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1995, 1996, 2002, 2004, 2005
Schweizer Cupsieger 1994, 2002 (Double), 2003
Champions-League-Teilnahmen 1995/96, 1996/97, 2002/2003
Axpo Player of the year 2002
Total 215 Spiele in der NLA, 43 Tore
Total 23 Spiele in der deutschen Bundesliga, 2 Tore
Total 26 Spiele in der türkischen Süperlig, 3 Tore

Nationalmannschaft
Erstes Länderspiel: 6. September 1994 gegen Vereinigte Arabische Emirate in Sion (1:0)
Letztes Länderspiel: 9. Oktober 2004 gegen Israel in Ramat Gan (2:2)
49 Länderspiele, 4 Tore
EURO-Teilnahme: 2004

Diverses
Murat Yakin begann seine Karriere beim FC Concordia Basel unweit seines Wohnortes Münchenstein, wo er von seiner türkischen Mutter Emine aufgezogen wurde. Bei den “Congeli” durchlief er die Nachwuchsabteilung und debütierte mit 16 Jahren in der 1. Mannschaft (1. Liga).

Mit knapp 18 Jahren wurde er von Manager Erich Vogel für den Grasshopper-Club Zürich verpflichtet, für den er in der Folge fünf Saisons in der ersten Mannschaft spielte. Unter Trainer Christian Gross wurde er 1995 und 1996 zweimal Schweizer Meister und spielte in den beiden ersten Champions-League-Kampagnen eines Schweizer Clubs 1995/96 und 1996/97
Unvergessen bleibt sein Weitschusstor aus rund 30 Metern am xx in der Amsterdam Arena zum 1:0-Auswärtssieg der Grasshoppers gegen Ajax
1994 debütierte er nach der Einbürgerung in seiner Heimatgemeinde Münchenstein in der Schweizer Nationalmannschaft, wurde aber in der Folge nur sporadisch aufgeboten und stand auch nicht im Schweizer Kader bei der ersten EM-Teilnahme 1996

Nach der EURO in England wurde er vom neuen Nationaltrainer Rolf Fringer zum Beginn der WM-Qualifikation 1998 aufgeboten. Die 0:1-Niederlage in Baku gegen Aserbaidschan gehört zu den Tiefpunkten der Schweizer Fussballgeschichte. Murat Yakin scheiterte mit einem Penalty

Im Sommer 1997 wechselte er für fast 4 Millionen Franken zum VfB Stuttgart in die deutsche Bundesliga
Nach eineinhalb Jahren erfolgte der Transfer zu Fenerbahce Istanbul, doch nach nur einem Jahr wollte er aus persönlichen Gründen in die Schweiz zurückkehren. Der FC Basel musste bei der FIFA eine Garantiesumme hinterlegen, da Yakin in der Türkei noch einen laufenden Vertrag hatte

In Basel erlebte er in der Folge noch einmal “goldene” Jahre und sorgte 2002 – wieder unter Trainer Christian Gross – gemeinsam mit seinem Bruder Hakan Yakin für den ersten Meistertitel des Vereins nach 22 Jahren
2002/2003 prägte er eine der erfolgreichsten Champions-League-Kampagnen eines Schweizer Clubs, als der FC Basel in der Gruppenphase nach einem 3:3 den FC Liverpool eliminieren konnte und in die damalige Zwischenrunde einzog. Dort gab es mit einem 1:1 bei Manchester United und einem 2:1-Heimsieg gegen Juventus Turin weitere Erfolgsmeldungen
Parallel dazu durchlebte er auch als Abwehrchef der Schweizer Nationalmannschaft eine starke Periode. Das Team qualifizierte sich unter Trainer Köbi Kuhn für die EURO 2004 in Portugal, wo Yakin in allen drei Vorrundenbegegnungen auf dem Platz stand

Am 9. Oktober 2004 musste er beim WM-Qualifikationsspiel der Schweiz in Israel verletzungsbedingt ausgewechselt werden – er sollte nie wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren und damit auch nie sein 50. Spiel im Nationaltrikot erleben

Yakin war ein eleganter Abwehrspieler, technisch beschlagen, mit gutem Kopfballspiel und einem ausgzeichneten langen Ball. Ihn zeichnete weniger die Kampfkraft und die Laufstärke, sondern vielmehr gutes Positionsspiel und taktische Finesse aus

2004 erschien die Biografie “Die Yakins” der Autoren Georg Heitz (späterer Sportdirektor FC Basel) und Michael Martin (Herausgeber Fussballmagazine “rotweiss” und “FOOT”) (ISBN 978-3-7245-1326-1)

Sein zweieinhalb Jahre jüngerer Bruder Hakan Yakin war ebenfalls ein erfolgreicher Nationalspieler und begleitete Murat u.a. an die EURO 2004 und erlebte mit ihm auch die erfolgreiche Periode beim FC Basel zwischen 2001 und 2004. Auch er war mit eher ungeglückten Engagements im Ausland unterwegs. 2001 spielte er für einige Monate unter seinem Bruder, der als Trainer zum FC Luzern kam und wechselte danach zur AC Bellinzona in die Challenge League

Nach seiner Karriere arbeitete er als Trainer u.a. beim FC Concordia Basel (2006-2007), als Assistent von Hanspeter Latour bei GC (VR 2007/2008), beim FC Frauenfeld in der 2. Liga interregional (RR 2007/2008), in der U21 von GC (2008/2009), beim FC Thun (2009-2011) und beim FC Luzern (2011-9/2012), den er in der Saison 2011/2012 in den Cupfinal gegen den FC Basel und auf Rang 2 der Raiffeisen Super League führte, nach einem resultatmässig missglückten Start in die Spielzeit 2012/2013 jedoch entlassen wurde. Zwischen dem 15. Oktober 2012 und dem Ende der Saison war Murat Yakin, seit 31. Mai 2011 im Besitz der UEFA-Pro-Trainerlizenz, Trainer des FC Basel, mit dem er zwei Meistertitel holte und so eine Serie von fünf Titeln in Folge abschloss. Unter Yakin erreichte der FCB 2013 die Halbfinals und 2014 die Viertelfinals der Europa League.

In den folgenden Saisons arbeitete Murat Yakin als Trainer für Spartak Moskau, den FC Schaffhausen, die Grasshoppers und den FC Sion. Für das Jahr 2017 wurde er bei den SFL-Awards zum besten Ligatrainer ausgezeichnet.

Spielstatistik Nationalteam