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Weber, Martin

Martin "Tinu" Weber

* 24. Oktober 1957 in Bargen

Position: Verteidiger

Nationalmannschaft
32 Länderspiele, 1 Tor
Erstes Länderspiel: 30. Mai 1981 gegen England in Basel (2:1)
Letztes Länderspiel: 25. Oktober 1989 gegen die Tschechoslowakei in Prag (0:3)
1 Spiel für die Schweizer U21 (0 Tore)

Vereinsstationen
-1977 FC Aarberg
7/1977-6/1979 FC Biel-Bienne
7/1979-12/1994 BSC Young Boys

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1986 (mit BSC Young Boys)
Schweizer Cupsieger 1987 (mit BSC Young Boys), weitere Finalteilnahmen 1980, 1991 (beide mit YB)
Total 484 Spiele in der Schweizer NLA (28 Tore)
Teilnahme Europacup der Landesmeister 1986/87 (mit YB)
Teilnahme Europacup der Cupsieger 1979/80 (mit YB; 1. Runde), 1987/88 (mit YB; Viertelfinal)

Diverses
Martin Weber, im seeländischen Bargen geboren, begann seine fussballerische Laufbahn beim FC Aarberg in der Nähe von Biel. Zu diesem Club wechselte er im Alter von 20 Jahren in die Nationalliga B. Nach zwei Saisons auf der Gurzelen erfolgte im Sommer 1979 der Transfer zum frischgebackenen Schweizer Cupsieger BSC Young Boys, dem er in der Folge 16 Jahre lang die Treue hielt.

Sein erstes Länderspiel schrieb gleich Geschichte im Schweizer Fussball. Im Rahmen der WM-Qualifikation für die Endrunde 1982 wurde Martin Weber am 30. Mai 1981 im Spiel gegen das England mit Superstar Kevin Keegen kurz vor Schluss eingewechselt. Die Schweiz gewann dieses Spiel mit 2:1, das Team von Nationaltrainer Paul Wolfisberg befand sich auf einem Höhepunkt. Dennoch wurde die Qualifikation für die WM 1982 am Ende verpasst. Webers Wert stieg allerdings erst fünf Jahre später, als er ab 1986 regelmssäig zum Stamm der Schweizer Auswahl gehörte.

Mit dem BSC Young Boys erreichte er in der Saison 1985/86 den Schweizer Meistertitel - den ersten für YB seit 26 Jahren. Dank einem 4:1-Sieg im entscheidenden Spiel auf der Maladière gegen Neuchâtel Xamax geht der Pokal nach Bern. Ein Jahr später wurde mit einem 4:2-Sieg in der Verlängerung gegen den Servette FC auch der Cupsieg realisiert. Die beiden nationalen Titel unter Trainer Alexander Mandziara sollten für viele Jahrzehnte die letzten der Berner bleiben. Mit 484 Spielen in der NLA und vielen weiteren Partien in schweizerischen und europäischen Cupwettbewerben ist Martin Weber, ein konsequenter, eisenharter, aber auch sehr fairer Abwehrspieler mit Stärken im Kopfballspiel, der Rekordspieler des BSC Young Boys. Nach dem Rücktritt von Jean-Marie Conz trug er noch einige Jahre die Captainbinde bei YB.

Im Meisterjahr 1986 trat der BSC Young Boys mit Martin Weber im Europacup der Landesmeister in der 1. Runde gegen den spanischen Champion Real Madrid an. Dank einem Treffer von Urs Bamert in der 2. Minute gewann YB das Hinspiel vor 32'000 Zuschauern im Berner Wankdorf-Stadion sensationell mit 1:0. Das Rückspiel ging dann allerdings gleich mit 0:5 verloren, wobei vier Gegentore erst in den letzten 18 Minuten fielen.

In der Saison 1987/88 führte der Weg von Cupsieger YB im europäischen Cupsieger-Wettbewerb bis in den Viertelfinal. Dort war Ajax Amsterdam eine zu hohe Hürde, beide Partien gingen mit 0:1 verloren.

Sein einziges Tor in 32 Länderspielen gelang Martin Weber am 15. November 1986 im EM-Qualifikationsspiel in Mailand gegen Italien. Weber konnte in der vorletzten Minute noch auf 2:3 verkürzen, die Niederlage der Schweizer jedoch damit auch nicht mehr abwenden.

Am 25. Oktober 1989 bestritt er bei einer 0:3-Niederlage gegen die Tschechoslowakei in Prag sein letztes Länderspiel für die Schweiz. Bei YB spielte er noch bis zur Saison 1994/95, wobei er in der letzten Spielzeit im Gegensatz zu den 15 Saisons zuvor nur noch 16 Partien bestreitet. Weber war während seiner langen, eindrücklichen Karriere nie ernsthaft verletzt. Er konnte austeilen, aber auch sehr viel einstecken.

Nach seiner Karriere war Martin Weber als Trainer tätig, zunächst beim SC Worb (2. Liga). Danach führte er in der Saison 1997/98 den FC Solothurn beinahe in die NLA (nur ein Punkt fehlte in der Auf-/Abstiegsrunde gegenüber den Traditionsclubs des FC Basel und des BSC Young Boys). Auch bei YB wikte er in der Saison 1998/99 für die letzten Partien der Saison als interimistischer Trainer, konnte jedoch den Abstieg in die NLB nicht mehr abwenden. Später betreute Weber den FC Kirchberg (2000-2002) und den FC Grenchen (2002-2005), ab der Saison 2008/2009 dann vier Saisons den Erstligisten SC Düdingen. Er arbeitet hauptberuflich als Versicherungsberater.