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Vogel, Johann

Johann Vogel

*8. März 1977

Position: Mittelfeldspieler defensiv

Vereinsstationen
1984-1992 FC Meyrin
1992-1999 Grasshoppers
1999-2005 PSV Eindhoven/Ho
2005-2006 AC Milan/It
2006-12/2007 Betis Sevilla/Sp
3/2008-4/2009 Blackburn Rovers/Eng
2012 Grasshoppers

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1995, 1996, 1998
Schweizer Cupsieger 1994
Holländischer Meister 2000, 2001, 2003, 2005
Holländischer Cupsieger 2005
Holländischer Supercupsieger 2000, 20001, 2003
Fussballer des Jahres in Holland („Goldener Schuh“) 2001
Total 139 Spiele in der NLA, 14 Tore
Total 169 Spiele in der holländischen Eredivise, 7 Tore
Total 14 Spiele in der italienischen Serie A
Total 17 Spiele in der spanischen Primera Division
Total 7 Spiele in der englischen Premier League

Nationalmannschaft
Erstes Länderspiel: 8. März 1995 gegen Griechenland in Athen (1:1)
Letztes Länderspiel: 7. Februar 2007 gegen Deutschland in Düsseldorf (1:3)
94 Länderspiele, 2 Tore
7 Spiele für die Schweizer U212 Spiele für die Schweizer U20, 2 Tore
6 Spiele für die Schweizer U19, 1 Tor
29 Spiele für die Schweizer U17, 10 Tore
EM-Teilnahmen: 1996, 2004
WM-Teilnahme: 2006

Diverses
Johann Vogel begann mit sechs Jahren beim FC Meyrin, war anfänglich Stürmer und durchlief die Nachwuchskategorien an der Seite seines Jugendfreundes Patrick Müller, der später ebenfalls Nationalspieler wurde. Auf Stufe der B-Junioren wurde im Final um die Schweizer Meisterschaft GC deklassiert. Die Konsequenz: mit 15 Jahren wechselte er (trotz Offerten von Sion, Servette, Lausanne und Xamax) zu den Zürcher Grasshoppers. Dort war er eigentlich für die Nachwuchsteams vorgesehen, doch schon am 22. Juli 1992, im Auswärtsspiel bei Neuchâtel Xamax (3:3), machte er unter Trainer Oldrich Svab sein erstes Spiel in der NLA.

Im Frühjahr 1993 bestritt er, noch als linker Aussenläufer, mit der Schweizer U16-Auswahl die EM-Endrunde, die mit einem 0:3 im Viertelfinal gegen Tschechien endete

An seinem 18. Geburtstag, am 8. März 1995, gab er sein Debüt in der Schweizer Nationalmannschaft, in einem Auswärtsspiel in Griechenland (1:1)

1994 qualifizierten sich die Grasshoppers für den Schweizer Cupfinal, Vogel kam jedoch beim 4:0-Sieg gegen den FC Schaffhausen nicht zum Einsatz

1995/96 und 1996/97 war er als immer noch junger Spieler im starken Team von GC bei den beiden erfolgreichen Champions-League-Kampagnen unter Trainer Christian Gross mit von der Partie

1996 nahm er als noch unerfahrener Nationalspieler (bis dahin fünf Länderspiele) an der EM-Endrunde 1996 in England teil und spielte in allen drei Vorrundenpartien gegen England (1:1), Holland (0:2) und Schottland (0:1) im zentralen Mittelfeld an der Seite von Ciriaco Sforza durch. Die Schweiz schied nach der Vorrunde aus

Auf die Saison 1999/2000 hin wechselte Vogel zum PSV Eindhoven in die holländische Eredivisie, wo er auf Anhieb zur wichtigen Stammkraft wurde und in seinen ersten beiden Spielzeiten gleich zwei weitere Meistertitel für sein Palmarès einfuhr

2002 drang er mit dem PSV bis in die Viertelfinals des UEFA-Cups vor

In der Saison 2003/2004 erreichte er in einem starken Mittelfeld mit Mark van Bommel und Philipp Cocu mit dem PSV die Halbfinals der Champions League und scheiterte nur knapp an der AC Milan.

An der EURO 2004 in Portugal wurde Johann Vogel im ersten Gruppenspiel gegen Kroatien wegen einer Undiszipliniertheit in der 50. Minute des Feldes verwiesen. Das Spiel endete 0:0, Vogel fehlte dann gegen England (0:3) gesperrt und kehrte beim 1:3 gegen Frankreich zurück

Nach dem Rücktritt von Torhüter Jörg Stiel nach der EURO 2004 wurde Johann Vogel unter Nationaltrainer Köbi Kuhn Captain der Schweizer Nationalmannschaft

Im Sommer 2005 unterschrieb er, wohl auch aufgrund seiner starken Leistungen mit dem PSV gegen diesen Club, einen Dreijahresvertrag bei der AC Milan. Mit den Italienern erreichte er, obwohl selten eingesetzt, abermals den Halbfinal in der Champions League 2005/2006

Als Captain führte Johann Vogel die Schweiz 2006 zu ihrer ersten WM-Endrunde seit 1994. Er spielte in den drei Vorrundenpartien gegen Frankreich (0:0), Togo (2:0) und Südkorea (2:0) ebenso wie im Achtelfinal gegen die Ukraine (0:0 n.V.). Vorgeworfen wurde ihm, dass er im folgenden Penaltyschiessen, in dem alle Schweizer Schützen verschossen, sich als Captain der Verantwortung nicht stellte, selbst einen Strafstoss zu treten

Im August 2006 nahm Johann Vogel einen neuen Anlauf in einer grossen Liga. Bei Betis Sevilla sollte der Karriereherbst lanciert werden. Doch es wurde ein schwieriges Jahr mit Verletzungen, Trainerwechseln, Unruhe, Abstiegskampf und wenig Spielpraxis.

Im Frühjahr 2007 kam es zum Disput zwischen Nationaltrainer Köbi Kuhn und Vogel. Der Mittelfeldspieler wurde fortan nicht mehr aufgeboten, sein Nachfolger als Captain wurde Alex Frei. Mit 94 Länderspielen ist Johann Vogel die Nummer 4 in der ewigen Schweizer Rekordliste. Nur Heinz Hermann (117), Alain Geiger (112) und Stéphane Chapuisat (103) haben öfter für die Schweiz gespielt

Auch seine letzte Saison im Spitzenfussball war nicht mehr von den früheren Erfolgen geprägt. Bei den Blackburn Rovers in der englischen Premier League kam er nur noch zu acht Einsätzen. Im April 2009 wurde der Vertrag aufgelöst, im November darauf gab Vogel seinen Rücktritt vom Spitzenfussball bekannt

Drei Jahre nach seinem Rücktritt entschloss sich Johann Vogel, inzwischen fast 35-jährig, zu einem Comeback bei den Grasshoppers, für die er in der Zwischenzeit als Nachwuchstrainer arbeitete. Unter Trainer Ciriaco Sforza machte er noch einmal drei NLA-Spiele, im Februar 2012. Nach drei Niederlagen und Differenzen über Sforzas Spielphilosophie gab Vogel seinen definitiven Rücktritt bekannt

Heute ist er als Nachwuchstrainer der Grasshoppers in der ambitionierten Nachwuchsabteilung tätig

Spielstatistik Nationalteam