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Sulser, Claudio

Claudio Sulser

* 8. Oktober 1955

Position: Stürmer

Nationalmannschaft
Erstes Länderspiel: 30. März 1977 gegen Portugal in Funchal (0:1)
Letztes Länderspiel: 24. September 1986 gegen Schweden in Solna (0:2)
50 Länderspiele, 13 Tore

Vereinsstationen
1972-1974 FC Mendrisio
1974-1976 Vevey-Sports
1976-1986 Grasshopper Club Zürich
1986-1988 FC Lugano (NLB)

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1978, 1982, 1983, 1984 (alle mit GC)
Schweizer Cupsieger 1983 (mit GC); weitere Finalteilnahme 1978
Schweizer Doublegewinner 1983
Schweizer Fussballer des Jahres 1982
Torschützenkönig NLA 1979/80 (25 Tore), 1981/82 (23 Tore)
264 Spiele in der NLA, 132 Tore
10 Spiele im Europacup der Meister, 11 Tore
28 Spiele im UEFA-Cup, 6 Tore
Torschützenkönig Europacup der Meister 1978/79 (11 Tore)
Europacup der Meister 1978/79 (mit GC; Viertelfinal), 1982/83 (mit GC; Sechzehntelfinals), 1983/84 (mit GC; Sechzehntelfinal), 1984/85 (mit GC; Achtelfinal)
UEFA-Cup 1977/78 (mit GC; Halbfinal), 1979/80 (mit GC; Achtelfinal), 1980/81 (mit GC; Viertelfinal) 1981/82 (mit GC; Sechzehntelfinal)


Diverses
Der Tessiner wechselte 1974 als 19-Jähriger zu NLA-Aufsteiger Vevey-Sports und schloss im Privatgymnasium von Rosay seine Matur ab. Die Westschweizer (mit dem späteren SFV-Trainer Yves Débonnaire) stiegen jedoch gleich wieder ab, Sulser entschied sich jedoch, eine weitere Saison in der NLB zu bleiben. Erst 1976 wechselte er zum Grasshopper Club Zürich
In der Saison 1977/78 stiess er mit den Grasshoppers bis in den Halbfinal des UEFA-Cups vor, wo der FC Bastia von der Insel Korsika in einem emotionalen Duell Endstation bedeutete.
In der Saison 1978/79 stiess er mit den Grasshoppers bis in den Viertelfinal des Europacups der Landesmeister vor – insgesamt erzielte Sulser in jener Saison elf Tore auf Europas Bühnen und wurde so Torschützenkönig dieses Wettbewerbs. Allein fünf Tore gelangen ihm beim 8:0 gegen den maltesischen Vertreter FC La Valletta. Seinen ganz grossen Auftritt hatte er indes am 18. Oktober 1978, als er beide Tore zum 2:0-Heimsieg im Achtelfinal gegen Real Madrid schoss – GC stiess nach dem 1:3 im Bernabeu dank dem Auswärtstor (auch dieses hatte Sulser erzielt…) in die Viertelfinals vor. Es war das absolute Highlight in Sulsers Karriere. Gegen Nottingham Forest im Viertelfinal war Sulser beim 1:4 auswärts und beim 1:1 zuhause wieder einziger GC-Torschütze – doch es reichte nicht mehr für die nächste Runde
Nach dieser herausragenden Saison bekam er ein Angebot von Inter Mailand – das er aber ausschlug, weil er sein Studium nicht abbrechen wollte. “Ich habe nie Entscheidungen nur des Geldes wegen getroffen”, sagte er einmal. Später wurde er immer einmal wieder mit Angeboten aus dem Ausland konfrontiert, u.a. vom PSV Eindhoven
Ein Highlight seiner Länderspielkarriere war der 2:1-Sieg am 30. Mai 1981 in Basel gegen England, zu welchem Sulser ein Assist und ein Tor beitrug
Ein Jahr später, am 19. Mai 1982, erzielte er den Schweizer Treffer zum 1:1 in Recife gegen Brasilien mit all seinen Stars (Socrates, Falcao, Zico, Eder usw.).
1983 wurde er zum einzigen Mal in seiner Karriere Schweizer Cupsieger. Im Final gegen den Servette FC, der nach einem 2:2 n.V. im ersten Versuch wiederholt werden musste, erzielte er zwei Treffer zum 3:0-Sieg von GC, das zu jener Zeit von Hennes Weisweiler trainiert wurde
Nach seinem Wechsel zum FC Lugano im Sommer 1986 – nach neun erfolgreichen Jahren bei GC – wurde er, als Spieler der Nationalliga B, nur noch einmal für die Nationalmanschaft aufgeboten. Einmal hatte er in einem Länderspiel die Captainbinde getragen – am 7. September 1982 in St. Gallen in einem Testspiel gegen Bulgarien (3:2), zu welchem er selbstredend auch einen persönlichen Treffer beitrug
Musste sich während seiner Aktivzeit insgesamt vier Knieoperationen unterziehen und trägt heute zwei Prothesen, dazu ein künstliches Hüftgelenk
1988 stieg er mit dem FC Lugano (im Team mit u.a. Karl Engel, Christian Gross, Gian-Pietro Zappa) in die NLA auf, konnte dann aber selbst nicht mehr im Oberhaus mitspielen und beendete seine Laufbahn
Absolvierte während seiner Aktivkarriere ein Jura-Studium, das er mit dem Doktortitel abschloss. Führt eine Anwaltskanzlei in Mendrisio und ist dreifacher Familienvater
Durch die nachträgliche Anerkennung der Partie Liechtenstein – Schweiz am 9. März 1982 kam Sulser doch noch auf 50 Länderspiele (13 Tore)
2009 gehörte er dem OK der Radweltmeisterschaften in Mendrisio an
Zwischen 2010 und 2012 Präsident der Ethikkommission der FIFA, danach Präsident der Disziplinarkommission der FIFA
Am 1. September 2016 nahm er als Nachfolger von Peter Stadelmann sein neues Amt als Delegierter des Schweizer Nationalteams auf