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Streller, Marco

Marco Streller

* 18. Juni 1981 in Basel (Bethesda-Spital)

Position: Stürmer

Vereinsstationen
07/1988 – 08/1997 FC Aesch
08/1997 – 7/2000 FC Arlesheim
07/2000 – 7/2001 FC Basel 1893
07/2001 – 06/2002 FC Concordia Basel (leihw.)
07/2002 – 09/2002 FC Basel 1893
10/2002 – 06/2003 FC Thun (leihw.)
07/2003 – 01/2004 FC Basel 1893
01/2004 – 01/2006 VfB Stuttgart/De
01/2006 – 06/2006 1. FC Köln/De (leihw.)
07/2006 – 06/2007 VfB Stuttgart/De
07/2007 – 06/2015 FC Basel 1893

Vereinserfolge
Schweizer Meister 2002, 2004 (ab 1.1.2004 beim VfB Stuttgart), 2008, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 (mit FC Basel)
Schweizer Cupsieger 2008, 2010, 2012; Weitere Finalteilnahmen 2013, 2014, 2015 (alle mit FC Basel)
Schweizer Doublegewinner 2008, 2012 (mit FC Basel)
Total 249 Spiele in der Schweizer Super League, 119 Tore
Total 30 Spiele in der Schweizer Challenge League, 16 Tore
Total 23 Spiele im Schweizer Cup, 10 Tore

Deutscher Meister 2007 (mit VfB Stuttgart)
Deutscher Pokalfinalist 2007 (ohne Einsatz im Final; mit VfB Stuttgart)
Total 55 Spiele in der deutschen Bundesliga, 9 Tore
Total 14 Spiele in der 2. deutschen Bundesliga, 3 Tore

Champions League Teilnahmen 2008/2009 (mit FC Basel; Gruppenphase), 2010/2011 (mit FC Basel; Gruppenphase), 2011/2012 (mit FC Basel; Achtelfinals), 2013/2014 (mit FC Basel; Gruppenphase), 2014/2015 (mit FC Basel, Achtelfinals). – Total 27 Spiele, 4 Tore (dazu 9 Qualifikationsspiele, 2 Tore).
UEFA-Cup-Teilnahmen 2003/2004 (mit FC Basel; 2. Runde), 2004/2005 (mit VfB Stuttgart/De; Zwischenrunde), 2005/2006 (mit VfB Stuttgart/De; Gruppenphase), 2007/2008 (mit FC Basel; Sechzehntelfinals). – Total 11 Spiele, 4 Tore (dazu 3 Qualifikationsspiele, 1 Tor).
Europa League Teilnahmen 2009/2010 (mit FC Basel; Gruppenphase), 2010/2011 (mit FC Basel; Sechzehntelfinals), 2012/2013 (mit FC Basel; Halbfinals), 2013/2014 (mit FC Basel; Viertelfinals). – Total: 19 Spiele, 9 Tore (dazu 4 Qualifikationsspiele, 4 Tore).

Karrierebilanz: 508 Wettbewerbsspiele (inkl. Länderspiele), 200 Tore

Nationalmannschaft
37 Länderspiele, 12 Tore
Erstes Länderspiel: 11. Oktober 2003 gegen Irland in Basel (2:0)
Letztes Länderspiel: 26. März 2011 gegen Bulgarien in Sofia (0:0)
WM-Teilnahme: 2006
EM-Teilnahme: 2008

13 Spiele für die Schweizer U21, 6 Tore
3 Spiele für die Schweizer U20, 0 Tore

Diverses

Marco Streller begann seine fussballerische Karriere beim basellandschaftlichen 2.-Liga-Club FC Aesch, dort, wo sein Vater Thomas als Juniorenobmann wirkte. In der Nachwuchsabteilung spielte er unter anderem an der Seite von Alex Frei.

Im Jahr 2000 wurde er als 19-jähriger 2.-Liga-Stürmer des FC Arlesheim (auch dank seiner Tore stieg der Club aus der 3. Liga auf) vom damaligen Sportchef des FC Basel, Marcel Hottiger, für die U21 des Clubs verpflichtet. Streller hatte bis dahin nie ein Nachwuchsländerspiel bestritten.

Am 11. Juli 2001 debütierte er unter Trainer Christian Gross in der der Nationalliga A. Im Spiel gegen den Servette FC wurde er in der 66. Minute für George Koumantarakis eingewechselt, beim Stand von 3:0 für den FCB unterlief ihm in der Schlussphase ein Eigentor – nur eine Woche später entschloss sich Gross, den Jungstürmer an Aufsteiger FC Concordia in die NLB auszuleihen. Dort gelangen ihm in der Vorrunde elf Tore, „Congeli“ musste als Tabellenletzter dennoch in die Abstiegsrunde, wo im Frühjahr mit vier Toren von Marco Streller der Klassenerhalt gelang.

In der Saison 2003/2004 gelang ihm beim FC Basel der Durchbruch. In der Vorrunde der Meisterschaft erzielte er 13 Tore und führte das Torschützenklassement klar an. In der Winterpause entschloss er sich zu einem Wechsel zum VfB Stuttgart in die deutsche Bundesliga. Der FC Basel 1893 wurde danach auch ohne ihn Schweizer Meister. Streller ging ohne einen Titel mit dem FCB ins Ausland, da er bei den Erfolgen 2002 und 2003 jeweils an den FC Concordia Basel, resp. den FC Thun ausgeliehen war.

Der Transfer zum VfB Stuttgart brachte dem FC Basel die damalige Rekordsumme von 4,5 Millionen Franken Ablöse ein.

Vor der EURO 2004 brach er sich in der Vorbereitung im Training das Schien- und Wadenbein und fiel für mehrere Monate aus.

Am 16. November 2005 erzielte er im Rückspiel der WM-Barrage gegen die Türkei, als die Schweizer nach einem 2:0-Heimsieg in Istanbul bedrohlich mit 1:3 im Rückstand lagen, das zweite Tor für das Team von Köbi Kuhn und verschaffte damit für die hektische Schlussphase etwas Luft. Die Schweiz qualifizierte sich trotz einer 2:4-Niederlage dank der Auswärtstore für die WM 2006 in Deutschland.

Dort erreichte das Team mit Marco Streller als Ersatzspieler mit zwei Vorrundeneinsätzen den Achtelfinal gegen die Ukraine. Nach seiner Einwechslung ging es nach einem 0:0 ins Penaltyschiessen, in dem alle drei Schweizer Schützen, unter ihnen Streller, scheiterten.

In der Rückrunde der Saison 2005/2006 wurde er vom VfB Stuttgart an den abstiegsbedrohten, vom Schweizer Hanspeter Latour trainierten 1. FC Köln ausgelilehen. Streller konnte den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht verhindern.

Im Sommer 2007 wurde er mit dem VfB Stuttgart, zu dem er nach seinem Leihhalbjahr in Köln zurückkehrte, deutscher Meister. Im Team der Schwaben stand mit Ludovic Magnin ein zweiter Schweizer.

Am 31. Mai 2008 erklärte Streller, nachdem er beim 3:0-Testspielsieg der Schweiz gegen Liechtenstein vom St. Galler Heimpublikum ausgepfiffen worden ist, in der ersten Enttäuschung seinen Rücktritt aus dem Nationalteam. Nach der EURO 2008 konnte ihn der neue Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld jedoch dazu bewegen, auf seinen Entscheid zurückzukommen.

Im Sommer 2011 übernahm er vom abgehenden Torhüter Franco Costanzo die Captainbinde beim FC Basel. Bis zu seinem Rücktritt im Sommer 2015 blieb er der Spielführer der Rot-Blauen.

Am 5. März 2015 gab er – trotz laufenden Vertrages bis Sommer 2016 – seinen Rücktritt vom Profisport per Ende Saison 2014/2015 bekannt.

In seinem letzten Meisterschaftsspiel am 29. Mai 2015 gegen den FC St. Gallen gelang ihm in der 17. Minute das erste Tor zum 4:3-Sieg des FC Basel. Es war wettbewerbsübergreifend sein exakt 200. Karrieretor. Im Rahmen dieser Partie war Streller vorgängig offiziell verabschiedet worden und durfte nach der Partie den Pokal für seinen 9. Schweizer Meistertitel. Er ist damit schweizweit der einzige Spieler mit so vielen Meisterschaften. Beim Titel 2001/2002 stand er jedoch nur im zweiten Saisonspiel gegen Servette für die letzten Minuten auf dem Platz und wurde danach an den FC Concordia ausgeliehen. Beim Titel 2003/2004 erzielte er in der Vorrunde 13 Treffer, wechselte dann jedoch auf die Rückrunde zum VfB Stuttgart. Beide Meisterschaften werden ihm angerechnet. Er ist zudem der einzige Spieler des FC Basel 1893, der bei der gesamten Titelserie von sechs Meisterschaften in Folge zwischen 2010 und 2015 mit dabei war.

Sein letztes Wettbewerbsspiel mit dem FC Basel war am 7. Juni 2015 im heimischen St. Jakob-Park der Schweizer Cupfinal, der jedoch gegen den FC Sion mit 0:3 verloren ging.

Nach seiner Karriere wurde Marco Streller zunächst Botschafter des Clubs und ab 2017 als Nachfolger des zurückgetretenen Georg Heitz Sportchef.

Spielstatistik Nationalteam