Lüdi, Heinz

Heinz Lüdi

* 8. Oktober 1958 in Grenchen

Position: Verteidiger zentral

Nationalmannschaft
43 Länderspiele, 1 Tor
Erstes Länderspiel: 5. Mai 1979 gegen DDR in St. Gallen (0:2)
Letztes Länderspiel: 13. November 1985 gegen Norwegen in Luzern (1:1)

Vereinsstationen
7/1976-11/1977 FC Grenchen
11/1977-7/1988 FC Zürich
7/1988-10/1989 Neuchâtel Xamax
10/1989-7/1991 FC Baden

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1981 (mit FC Zürich)
Schweizer Cupfinalist 1981 (mit FC Zürich)
Schweizer Fussballer des Jahres 1981
Teilnahme Europacup der Meister 1981/82 (mit FC Zürich; 1. Runde)
Teilnahme UEFA-Cup 1979/80 (mit FC Zürich; 1. Runde), 1982/83 (mit FC Zürich; Achtelfinal), 1983/84 (mit FC Zürich; 1. Runde)

Diverses

Heinz Lüdi wuchs im Grenchner Lingeriz-Quartier auf und schloss sich dem FC Grenchen an, dessen ganz grosse Zeiten jedoch schon zurücklagen.

1977 entschloss er sich zum Wechsel zum FC Zürich, wo er elf Jahre verbrachte und zum Nationalspieler wurde. 1981 wurde er mit dem FCZ Schweizer Meister, erreichte den Cupfinal (3:4-Niederlage gegen Lausanne-Sports) und wurde zum Fussballer des Jahres ausgezeichnet – eine für einen Verteidiger seltene Ehre.

Heinz Lüdi war ein zweikampfstarker, kompromissloser Verteidiger, der seine Gegner seine Präsenz immer spüren liess. Er war Bestandteil der sogenannten «Abbruch GmbH» (mit Kollegen wie Gianpietro Zappa, Andy Egli, Roger Wehrli) unter Nationaltrainer Paul Wolfisberg. Lüdis Übername: «die Eiche». Eines seiner grössten Länderspiele war der historische 2:1-Sieg in der WM-Qualifikation am 30. Mai 1981 in Basel gegen England

Am 6. Oktober 1982 unterlief ihm im EM-Qualifikationsspiel auswärts in Belgien eines der kuriosesten Eigentore der Schweizer Fussballgeschichte. Er bezwang schon in der ersten Spielminute seinen eigenen Torhüter mit einem Weitschuss aus 20 Metern. Das Spiel endete zwei Tage vor Lüdis Geburtstag 0:3.

Sein einziges Tor in 43 Länderspielen erzielte Heinz Lüdi auf der legendären Afrika-Reise des Schweizer Nationalteams am 4. Dezember 1983 in Harare gegen Zimbabwe. Das Spiel ging 2:3 verloren. Auch sein Verteidigerkollege Charly In-Albon machte in jener Partie sein einziges Länderspieltor.

Zum Ende seiner Karriere hängte Heinz Lüdi nach dem Abstieg des FCZ in die NLB 1988 noch eine Saison bei Neuchâtel Xamax (als Nachfolger von Alain Geiger indes ziemlich erfolglos) und zwei Spielzeiten beim FC Baden an.

Heinz Lüdi wohnt seit 1995 mit seiner Frau auf der Ferieninsel Ibiza und führt dort in Santa Eulalia eine Ferienanlage namens «Casa Rustica».

Zum Jahreswechsel 2010/2011 hatte er entscheidenden Anteil am Überleben seines ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Heinz Hermann, der ebenfalls auf Ibiza wohnt. Lüdi organisierte einen Arzt, der einen schweren Herzinfarkt diagnostizierte und fuhr Hermann im Anschluss mit dem Auto in die Poliklinik zur sofortigen Operation.