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Grob, Karl

Karl "Karli" Grob

* 30. Mai 1946
✝ 20. April 2019

Position: Torhüter

Vereinsstationen
-1967 FC Küsnacht
1967-1987 FC Zürich
1987-1988 FC Biel

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1968, 1974, 1975, 1976, 1981 (alle mit FC Zürich)
Schweizer Cupsieger 1970, 1972, 1973, 1976 (alle mit FC Zürich), weitere Finalteilnahme: 1981
Schweizer Doublegewinner 1976 (mit FC Zürich)
Schweizer Ligacupsieger 1981 (mit FC Zürich)
Total 708 Pflichtspiele für den FC Zürich, davon 513 in der Nationalliga A

Nationalmannschaft
7 Länderspiele
Erstes Länderspiel: 23. Dezember 1967 gegen Italien in Cagliari (0:4)
Letztes Länderspiel: 9. Oktober 1976 gegen Schweden in Basel (1:2)

Diverses

Karl Grob wurde 1946 als Sohn von Emma und Gustav Grob im zürcherischen Küsnacht geboren.

Grob spielte beim Ortsverein lange als Flügelstürmer und debütierte schon mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft. Er stand erst ins Tor, als alle Keeper bei einem Spiel nicht verfügbar waren. Die Handschuhe lieh er sich beim Dorfpolizisten aus, wollig und weiss waren sie. Mit 19 Jahren stand er im Kasten des in die 1. Liga aufgestiegenen FC Küsnacht.

Dort wurde der gelernte Maurer vom legendären FCZ-Präsidenten Edi Nägeli entdeckt. Der Boss überwies 20‘000 Franken Ablösesumme nach Küsnacht, im Sommer 1967 kam Grob zum FCZ mit Kuhn, Künzli & Co.

Trotz seiner für einen Torhüter geringen Körpergrösse von 1,73 m verfügte Grob über enorme Sprungkraft. Er war einer der ersten Torhüter, die sich sehr aktiv am Spiel auf dem Feld beteiligten – seine Antrittsschnelligkeit und seine Fähigkeit zum Dribbeln liessen ihn manche gewagte Aktion riskieren.

Schon in seiner ersten Saison – 1967/68 – debütierte Grob in einem Messestädte-Cupspiel gegen den FC Barcelona und verliess seinen Posten danach für 20 Jahre nicht mehr.

Am 23. Dezember 1967 wurde er erstmals in einem Länderspiel des Schweizer Nationalteams eingesetzt.

Die erfolgreichste Periode im rot-weissen Trikot erlebte er im Jahr 1968, als er in drei Heimländerspielen gegen Deutschland (0:0), Österreich (1:0) und Griechenland (1:0) ungeschlagen blieb.

Trotz seines herausragenden Status beim FC Zürich schaffte er es im Nationalteam nie zur dauerhaften Nummer 1 – in jener Zeit wurden Keeper wie Mario Prosperi, Marcel Kunz, Erich Burgener oder später Karl Engel bevorzugt. Nach dem 0:1 gegen Spanien im April 1970 spielte er nie mehr, bis er am 9. Oktober 1976 mit einem Teileinsatz gegen Schweden seine kurze Länderspielkarriere mit nur sieben Einsätzen abschloss

Im Frühjahr 1977 erlebte er seinen grössten internationalen Erfolg beim FC Zürich. Das Team stiess bis in den Halbfinal des europäischen Meistercups vor und unterlag dort dem FC Liverpool des grossen Kevin Keegan.

Am 12. Juni 1987 spielte er zum 515. Und letzten Mal in einem Meisterschaftsspiel für den FC Zürich. Er war 24 Jahre älter als einer der Torschützen beim 5:1-Sieg von GC: Ciriaco Sforza. Mit total 708 Pflichtspieleinsätzen für den FCZ hält Grob einen Rekord für die Ewigkeit.

Obwohl er nach 20 Jahren als Torhüter, mit einem stark lädierten linken Knie, aufhören wollte, spielte er in der Saison 1987/88 noch einige Partien für den FC Biel in der NLB. Später kickte er im Firmenfussball und trainierte ein Jahr den Ballspielclub Zürich in der 3. Liga. Im Notfall stellte er sich auch dort noch zwischen die Pfosten.

Der FC Zürich stieg in der ersten Saison nach dem Rücktritt von Karl Grob in die NLB ab.

Grob arbeitete bis zur Pensionierung als Lagerist bei Coop und zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er hat zwei Söhne, Marco und Rico.

Am Ostersamstag des 20. April 2019 verstarb Grob 72-jährig nach einem Herzversagen im Zürcher Triemlispital.