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Fournier, Sébastien

Sébastien Fournier

* 27. Juni 1971 in Nendaz

Position: Mittelfeld zentral defensiv oder links

Nationalmannschaft
40 Länderspiele, 3 Tore
Erstes Länderspiel: 22. Januar 1994 gegen USA in Fullerton (1:1)
Letztes Länderspiel: 21. August 2002 gegen Österreich in Basel (3:2)
WM-Teilnahme: 1994 (Achtelfinal)
EM-Teilnahme: 1996 (Vorrunde)

Vereinsstationen
8/1981-7/1982 FC Vérossaz
7/1982-8/1985 FC US ASV
8/1985-6/1996 FC Sion
7/1996-6/1997 VfB Stuttgart/De
7/1997-9/2002 Servette FC

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1992 (mit FC Sion), 1999 (mit Servette FC)
Schweizer Cupsieger 1991 (ohne Einsatz), 1995, 1996 (mit FC Sion), 2001 (mit Servette FC)
DFB-Pokalsieger 1997 (mit VfB Stuttgart)
Teilnahme Champions League 1992/93 (mit FC Sion; 2. Runde), Qualifikation 1999/2000 (mit Servette FC; 3. Runde)
Teilnahme Europacup der Cupsieger 1991/92 (mit FC Sion)
Teilnahme UEFA-Cup 1989/90 (mit FC Sion; Sechzehntelfinal), 2001/2002 (mit Servette FC; Achtelfinal), 2002/2003 (mit Servette FC; 1. Runde)

Diverses

Fournier verbrachte seine Juniorenzeit zunächst bei den kleineren Walliser Vereinen FC Vérossaz und US ASV. Als 14-Jähriger wechselte er in die Nachwuchsabteilung des FC Sion - unter der Bedingung des Vaters, dass er eine Lehre abschliesst, was er als Elektromonteur dann auch tat. Dem Verein blieb er bis 1996 nach der EM treu. Er erlebte mit den Wallisern drei Cuptitel 1991, 1995 und 1996.

Am 22. Januar 1994 bestritt Fournier im Rahmen einer Nordamerika-Reise des Schweizer Nationalteams in seinem ersten Länderspiel in Fullerton gegen die USA (1:1) auch gleich sein erstes Tor. In der 64. Minute war er für die Schweizer Führung verantwortlich und wurde kurz danach ausgewechselt.

An der WM 1994 gehörte er zum 23-Mann-Kader des Schweizer Nationaltrainers Roy Hodgsons bei der ersten WM-Teilnahme nach 28 Jahren. In den USA kam Fournier jedoch in keinem der vier Schweizer Spiele bis zum Achtelfinal-Aus gegen Spanien (0:3) zum Einsatz.

Bei der EURO 1996 spielte Fournier in der zweiten Halbzeit des letzten Vorrundenspiels gegen Schottland, das mit einer 0:1-Niederlage und dem vorzeitigen Ausscheiden der Schweiz nach der EM-Vorrunde endete.

Nach dem Turnier wechselte er zum deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart. Obwohl als laufstarker und kämpferischer Fussballer bekannt, schafft es Fournier nicht, in der Liga durchzusetzen. Sein Konkurrent Torsten Legat wird meist bevorzugt, am Ende der Saison hat Fournier elf Bundesliga-Einsätze auf dem Konto. Mit dem VfB Stuttgart wird Fournier zwar DFB-Pokalsieger, im Final kommt er aber nicht zum Einsatz.

Die Rückkehr in die Schweiz, zum Servette FC, sollte Fournier noch zwei weitere Titel bringen. Canal+ hatte stark ins Genfer Team investiert und Fournier auch aus dem laufenden Vertrag in Stuttgart "befreit". Fournier wurde zu einem Schlüsselspieler bei Servette, 1999 wurde er trotz Knieoperation und starker Schmerzen während der Frühjahrsrunde Schweizer Meister mit den Genfern. 2001 kam ein Cupsieg dazu. Im Final gegen Yverdon, der erstmals im neuen St.-Jakob-Park in Basel ausgerichtet wurde, gewannen die Genfer 3:0, unter den Torschützen befand sich auch ein gewisser Alex Frei.

Im UEFA-Cup 2001/2002 setzte Servette unter Trainer Lucien Favre zu einer grossen europäischen Kampagne an und bezwang zunächst Slaiva Prag, Real Saragossa und dann im Sechzehntelfinal Hertha Berlin, ehe im Achtelfinal der FC Valencia Endstation bedeutete.

Im Herbst 2002 werden die Abnützungserscheinungen in seinem Knie immer stärker, er muss im September wegen seines kaputten Meniskus seinen Verzicht auf weitere Aktiveinsätze bekannt geben. Kurz zuvor hatte er in Basel beim 3:2-Sieg gegen Österreich auch sein letztes Länderspiel für die Schweiz bestritten.

Nach seinem Rücktritt trainierte er für den Servette FC bis Ende 2011 diverse Nachwuchsteams von der U15 bis zur U21. Zwischenzeitlich war er von 2006 bis 2009 auch Sportchef bei den Genfern. Anfang 2012 übernahm de nun bald 40-jährige Fournier, der gleichzeitig seine UEFA Pro Lizenz erlangt, den Nachwuchsbereich des FC Sion. Im Juni wurde er von Sions Präsident Christian Constantin als Cheftrainer der ersten Mannschaft in der Super League ernannt, doch schon am 4. September 2012 war die Amtszeit dort nach einem Zerwürfnis mit einigen Spielern und dem Präsidenten wieder beendet. Nur zehn Tage später übernahm er den Servette FC in der Challenge League und wurde dort, nach einem enttäuschenden Start in die Saison 2013/2014 und seiner defensiven Philosophie, nach rund einem Jahr vorzeitig entlassen. Seit 2014 ist er beim FC Sion wieder als Nachwuchstrainer tätig.