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Jäggy, Willi

Willy Jäggi ("Jäggi IV")

* 28. Juli 1906
† 1. Februar 1968

Position: Stürmer

Vereinsstationen
1926-1927 FC Solothurn
1927-1929 Servette FC
1929-1931 FC La Chaux-de-Fonds
1931-1933 Urania Genf
1933-12/1938 Lausanne-Sports
1/1939-1942 FC Biel-Bienne

Vereinserfolge
Schweizer Meister 1935, 1936
Total 209 NLA-Spiele (ab 1933), 144 Tore
Schweizer Cupsieger 1928, 1935 (Double), dazu zwei weitere Finalteilnahmen 1932 und 1937
Schweizer Torschützenkönig 1936 (30 Tore), zweitbester Torschütze 1937 (21 Tore) und drittbester Torschütze 1938 (17 Tore)

Nationalmannschaft
Erstes Länderspiel: 17. April 1927 in Santander gegen Spanien (0:1)
Letztes Länderspiel: 10. November 1935 in Budapest gegen Ungarn (1:6)
21 Länderspiele, 13 Tore
WM-Teilnahme 1934
Olympiateilnahme 1928

Diverses
Jäggi war ein trickreicher, wendiger und schneller Centerforward, der auf dem Weg zum Tor schwer zu bremsen war
Seine Athletik erwarb er als Turner und Leichtathlet, beeindruckend war auch seine Sprungkraft
Als Solothurner verbrachte er nahezu die ganze Karriere in der Westschweiz – er war in der ganzen Liga als “Schlauer Willy” bekannt
Im Frühjahr 1928 machte er beim 4:3 gegen Frankreich in Lausanne sein bestes Länderspiel und traf gleich dreimal – es war im fünften Länderspiel der erste Sieg, den Jäggi als Schweizer Nationalspieler erleben durfte
Auch gegen Deutschland einen Monat später in Bern markierte er zwei Treffer, doch die Schweizer unterlagen 2:3
1928 bestritt er die Olympischen Spiele für die Schweiz und unterlag in Amsterdam mit 0:4 gegen Deutschland
Im selben Jahr stand er mit seinem Verein Servette FC erstmals im Cupfinal und trug zum 5:1-Sieg gegen GC das Tor zum 2:1 in der 77. Minute bei
Über zwei Jahre vergingen bis zu seinem nächsten Länderspieleinsatz: beim legendären 6:3 gegen Holland in Zürich am 2. November 1930 gelang ihm ebenfalls ein Treffer
1932 stand er mit Urania Genf erneut im Cupfinal, unterlag aber diesmal GC mit 1:5
In der ersten NLA-Saison markierte er in 20 Partien 26 Treffer, zwei davon auf Penalty
Am 24. September 1933 war er als Torschütze zum 2:2 gegen Jugoslawien massgeblich an der Qualifikation für die WM-Endrunde in Italien beteiligt. Jugoslawien galt als WM-Dritter 1930 als zu jener Zeit bestes europäisches Team. Wie gegen Jugoslawien holten die Schweizer auch gegen Rumänien einen 0:2-Rückstand auf und waren damit mit zwei Remis an der WM
An der Endrunde traf Jäggi, nachdem er im Achtelfinal gegen Holland (3:2) nicht eingesetzt worden war, im Viertelfinal gegen die Tschechoslowakei ebenfalls zum 2:2, am Ende aber schieden die Schweizer nach einem 2:3 aus.
1935 stand er mit Lausanne-Sports in seinem zweiten Cupfinal – es gab ein “Stängeli” gegen Nordstern Basel, Jäggi IV erzielte alleine fünf der zehn Tore
Im Jahr 1936 erzielte er 30 Tore in der Schweizer Nationalliga A und wurde Torschützenkönig
1937 musste Jäggi IV in seinem vierten und letzten Cupfinal eine bittere Niederlage einstecken: 0:10 gegen GC!
Von 1933 bis 1938 erzielte Willy Jäggi in fünf NLA-Saisons sagenhafte 113 Tore. In seiner letzten Saison in Lausanne 1938/39 wurde er nur noch sporadisch eingesetzt und wechselte noch während der Saison zum Ligakonkurrenten FC Biel-Bienne. Dort gelangen ihm bis 1943 noch einmal 29 Treffer. Insgesamt gelangen ihm in elf NLA-Saisons und total 209 Spielen 144 Treffer. In Biel liess er sich als Uhrenmacher nieder und arbeitete bis zu seinem frühen Tod 1968
Willy Jäggi brachte es mit 13 Treffern in nur 21 Länderspielen auf eine beachtliche Torquote
Mit 37 Jahren beendete er seine Karriere