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Wölbitsch, Sabina

Sabina Wölbitsch

* 27. März 1966

Position:
Verteidigung, Mittelfeld

Vereinsstationen:
-7/1982 FC Austria Zürich (ohne Lizenz)
7/1982-10/1989 SV Seebach Zürich
10/1989-9/1990 A.C.F Reggiana/It
9/1990-1/1992 DFC Bern
2/1992-6/1996 TuS Niederkirchen/De
7/1996-6/1997 TUS Ahrbach/De (ohne Spieleinsatz)
7/1997-6/1999 FSV Frankfurt/De

Vereinserfolge:
Schweizer Meisterin 1983, 1985, 1987, 1988 (mit SV Seebach)
Schweizer Cupsiegerin 1986, 1987, 1988, 1989 (mit SV Seebach), 1991 (mit DFC Bern); weitere Finalteilnahme 1985 (mit SV Seebach)
Schweizer Doublegewinnerin 1987, 1988 (mit SV Seebach)
Italienische Meisterin 1990 (mit A.C.F Reggiana)
Deutsche Meisterin 1993 (mit TuS Niederkirchen)
Deutsche Supercup-Siegerin 1993 (mit TuS Niederkirchen)

Nationalteam:
34 Länderspiele, 0 Tore
Erstes Länderspiel: 21. August 1986 gegen Island in Reykjavik (3:1)
Letztes Länderspiel: 4. Mai 1994 gegen Kroatien in Zagreb (1:1)

Infos:

Sabina Wölbitschs Vater, ein gebürtiger Österreicher, spielte in Zürich für den FC Austria Fussball. Dort stieg sie als einziges Mädchen ebenfalls ein, trainierte aber gleichzeitig als Leichtathletin Siebenkampf beim LC Zürich. Mit knapp 16 Jahren entschied sie sich gegen die Empfehlung ihres Vaters für den Fussball und schloss sich dem SV Seebach an.

Dort verbrachte sie sieben erfolgreiche Jahre und holte bis ins Jahr 1989 je vier Meister- und Cuptitel, 1987 und 1988 gelang jeweils das Double.

Wölbitsch absolvierte eine Banklehre, absolvierte als Praktikantin im Gourmet-Lokal "Chez Max" die Wirtefachschule und arbeitete schliesslich in einem Treuhandbüro.

Mit 18 Jahren erlitt sie eine schwere Rückenverletzung und fiel fast ein Jahr lang aus.

Im Sommer 1986 wurde sie erstmals für ein Länderspiel des Schweizer Nationalteams aufgeboten. Auf der Reise nach Island debütierte sie am 21. August 1986 beim 3:1-Sieg der Schweizerinnen in Reykjavik.

Nachdem sie bei einem Turnier von Vertretern des italienischen Vereins A.C.F Reggiana entdeckt worden war, unterzeichnete sie nach einem Probetraining einen Vertrag bei diesem Club. Sie verdiente monatlich umgerechnet 1200 Franken, dazu wurden Wohnung, Telefon- und Benzinspesen vom Verein getragen. Zusätzlich wurden auch Erfolgsprämien ausgerichtet. Besitzer des Clubs war der millionenschwere italienische Industrielle Renzo Zambelli, der ein hochprofessionelles Umfeld garantierte. Wölbitsch holte sich mit ihrem neuen Verein den italienischen Meistertitel der Saison 1989/90.

Am 3. Dezember 1989 bestritt sie in Reggio Emilia als Schweizer Nationalspielerin ("La Svizzerotta") ein "Heimspiel" gegen Gastgeber Italien. Die Schweizerinnen unterlagen 1:4.

Nach rund einem Jahr kehrte sie in die Schweiz, zum DFC Bern zurück. Ihr Club A.C.F. Reggiana wurde in der Folge zum zweiten Mal in Folge italienischer Serie-A-Meister.

Mit dem DFC Bern gewann sie in der Saison 1990/91 den Schweizer Cupfinal der Frauen gegen den SV Seebach mit 6:2.

In der Winterpause 1991/92 nahm sie ein Angebot des deutschen Vereins TuS Niederkirchen an. Zunächst pendelte sie, arbeitete die erste Wochenhälfte in Bern und bestritt ab Mittwochnachmittag Trainings und Spiele beim Verein. Nachdem sie einen Job in einem Managementbüro fand, siedelte sie definitiv nach Deutschland über. 1993 errang TuS Niederkirchen dank einem 2:1-Sieg im Finalspiel gegen den favorisierten TSV Siegen die deutsche Meisterschaft, Bundeskanzler Helmut Kohl gratulierte den Spielerinnen persönlich zum Titel. Für die folgende Saison erhielt Wölbitsch in der Person von Sandra Kälin eine Schweizer Teamkollegin, das Duo gewann dank einem 2:1-Sieg im Spiel gegen den TSV Siegen am 1. August 1993 den deutsche Supercup.

Wölbitsch spielte - mit einem Unterbruch - bis 1996 für Niederkirchen und wollte danach zur TuS Ahrbach wechseln. Ihr bisheriger Club verweigerte jedoch die Freigabe, sie bestritt ein Jahr lang kein einziges Spiel für ihren neuen Club. Nach einem Kreuzbandriss schloss sie sich zum Ende der Karriere dem Bundesliga-Team des FSV Frankfurt an.

In 34 Länderspielen hat die Defensivspezialistin kein Tor erzielen können. Ihren letzten Einsatz für die Schweiz bestritt sie am 4. Mai 1994 in der EM-Qualifikation gegen Kroatien (1:1). Für das EM-Qualfiikationsspiel Deutschland - Schweiz am 25. September 1994 stand sie zwar noch einmal im Kader, wurde aber von Nationaltrainer Alex Gebhart nicht mehr aufgestellt.

Nach ihrer Karriere arbeitete Wölbitsch viele Jahre in der Messe Frankfurt, zunächst als externe Beraterin in einem Mandat, danach als Vollzeitangestellte.