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Lehmann, Kathrin

Kathrin "Ka" Lehmann

* 27. Februar 1980 in Küsnacht

Position: Torhüterin

Vereinsstationen:
9/1989-6/1993 FC Küsnacht
7/1993-3/1995 SV Seebach
3/1995-12/1996 FC Rapperswil-Jona (NLB)
1/1997-7/1999 FC Schwerzenbach
8/1999-6/2000 TuS 1900 Niederkirchen/De
7/2000-6/2001 1. FFC Turbine Potsdam/De
7/2001-6/2003 FC Bayern München/De
8/2003-12/2003 Oklahoma State University Cowgirls/USA
4/2004-6/2007 FFC Wacker München (2. BL)
6/2007-11/2008 Hammarby DFF/Sd
3-6/2009 FCR Duisburg/De
4-6/2010 FFC Wacker München/De
8/2010 FC Bayern München/De

Vereinserfolge:
Schweizer Meisterin 1994 (mit SV Seebach), 1999 (mit FC Schwerzenbach)
Schweizer Cupfinalistin 1994 (mit SV Seebach) und 1999 (mit FC Schwerzenbach)
Schweizer Fussballerin des Jahres 1999
2. Platz deutsche Bundesliga 1999/2000 (mit Potsdam)
2. Platz deutsche Hallenfussballmeisterschaft 2002 (mit FC Bayern München)
Deutsche Hochschulmeisterin
Hochschulweltmeisterin
Siegerin Big-12-Tournament USA (mit Oklahoma State University)
Siegerin UEFA Women's Cup 2009 (mit FCR Duisburg/De)
Münchner Sportlerin des Jahres 2004

Nationalteam:
32 Länderspiele
Erstes Länderspiel: 8. Mai 1997 gegen Slowenien in Zürich (10:0)
Letztes Länderspiel: 27. April 2005 gegen Dänemark in Vildbjerg (2:7)

Infos:

Kathrin Lehmann debütierte schon im Alter von 14 Jahren in der NLA - mit dem SV Seebach wurde sie auch sogleich Schweizer Meisterin. Mit 16 Jahren spielte sie für das Schweizer U21-Team, mit 17 bestritt sie am 8. Mai 1997 gegen Slowenien ihr erstes A-Länderspiel und wurde danach zur Nummer 1 im Schweizer Tor. In der Jugend hatte sie auch drei U18-Länderspiele bestritten, u.a. das EM-Qualifikationsturnier 1998.

Als einzige Schweizer Spitzensportlerin war Kathrin Lehmann sowohl im Fussball wie im Eishockey Nationalspielerin. In der Schweizer Eishockey-Frauenauswahl machte sie 242 Länderspiele als Stürmerin (113 Tore/93 Assists) und nahm insgesamt neunmal an einer WM teil 1997 (7.), 1999 (8. Abstieg B-Gruppe), 2004 (8., Abstieg B-Gruppe), 2005 (1. Div-I-WM), 2007 (5.), 2008 (4.), 2009 (7.), 2011 (6.), 2012 (3.). Zwischen 2007 und 2012 war Lehmann Captain des Schweizer Nationalteams und war an den Weltmeisterschaften 2007, 2008 und 2012 MVP der Schweiz. Höhepunkt war die WM 2012, als die Schweiz sensationell die Bronzemedaille eroberte.

Lehmann nahm als Eishockey-Nationalspielerin auch an zwei Olympischen Turnieren teil. 2006 in Turin wurde die Schweiz 7., 2010 in Vancouver 5. Ausserdem wurde sie 2001 B-Weltmeisterin und holte an der A-Europameisterschaft 1995 in Lettland Bronze.

Mit den Lady Kodiaks Kornwestheim wurde sie von 2002 bis 2004 dreimal in Folge deutsche Eishockey-Meisterin.

Kathrin Lehmann ist die einzige Sportlerin, die in der deutschen Bundesliga sowohl im Eishockey wie im Fussball ein Tor erzielt hat. Am 4. Mai 2003 wurde sie beim FC Bayern München wegen Personalnot als Stürmerin eingesetzt und traf gegen ihre früheren Kolleginnen des TuS Niederkirchen zum 1:0 (Schlussstand: 3:0).

Im Sommer 2003 wechselte Lehmann als Fussballtorhüterin für vier Monate zu den Cowgirls der Oklahoma State University in den USA. Dort erreichte das Team das Big-12-Tournament und gewann dank eines 3:2-Sieges gegen Missouri im Final. In der gesamtamerikanischen Meisterschaft NCAA schieden die Cowgirls dann gegen die Auburn Tigers (0:1) aus.

Ihr letztes Fussballländerspiel bestritt Kathrin Lehmann am 27. April 2005. Sie konzentrierte sich künftig vermehrt auf das Eishockey und wurde dort als Spielerin des AIK Solna zweimal schwedische Meisterin, Cupsiegerin und 2008 auch Europacupsiegerin im Eishockey. 2007 wechselte sie - ein Jahr nach ihrem Transfer im Eishockey zu AIK Solna - auch im Fussball in die höchste schwedische Liga, die Allsvenskan. Für den Hammarby IF machte sie total 27 Spiele. Im Frühjahr 2009 wurde Lehmann kurzfristig vom deutschen Bundesligisten FCR 2001 Duisburg verpflichtet. Die spätere Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg wollte nach dem verletzungsbedingten Ausfall ihrer Stammkeeperin Kathrin Längert im Hinblick auf die Halbfinalspiele des UEFA Women's Cup gegen Olympique Lyon auf Erfahrung setzte und verpflichtete die Schweizer Torfrau, die dann mithalf, für den Finaleinzug zu sorgen. In den beiden Endspielen gegen das russische Team Swesda 2005 Perm war Längert wieder einsatzfähig - dennoch wurde Lehmann als Ersatzkeeperin als erste Frau überhaupt sowohl im Eishockey wie im Fussball Europacupsiegerin.

Nach dem Engagement in Duisburg schien ihre Fussballkarriere auch auf Clubebene vorerst beendet. Ein Jahr später half sie jedoch noch einmal beim FFC Wacker München und für zwei Bundesliga-Spiele im August 2010 beim FC Bayern München aus.

Im Eishockey war sie ab 2011 noch für den ESC Planegg tätig, mit dem sie zwischen 2012 und 2014 noch einmal drei deutsche Meisterschaften sicherte sowie den EHWL Super Cup 2011/2012 und 2013/2014 gewann.

Lehmann absolvierte ein Germanistikstudium (Magister in deutscher Literaturwissenschaft). Sie gründete 2005 ihre Agentur "kasports" und später die "Sportbusiness Campus GmbH", deren Geschäftsführerin sie ist. Seit 2010 ist Lehmann wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Sportpädagogik der TU München

An der FIFA Frauenfussball Weltmeisterschaft in Kanada 2015 agierte sie als Co-Kommentatorin des Schweizer Fernsehens.

Einsatzstatistik Nationalteam