WM 2014 in Brasilien

Die Qualifikation

WM 2014, Gruppe E
Schlussklassement:


1. Schweiz 10 7 3 0 17:6 24
2. Island 10 5 2 3 17:15 17
3. Slowenien 10 5 0 5 14:11 15
4. Norwegen 10 3 3 4 10:13 12
5. Albanien 10 3 2 5 9:11 11
6. Zypern 10 1 2 7 4:15 5

Die Schweiz damit direkt an der WM 2014


Das Schweizer Aufgebot für die Endrunde

Tor: 1 Diego Benaglio (VfL Wolfsburg/De), 21 Roman Bürki (Grasshopper Club Zürich), 12 Yann Sommer (FC Basel). - Verteidigung: 20 Johan Djourou (Hamburger SV/De), 6 Michael Lang (Grasshopper Club Zürich), 2 Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin/It), 13 Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg/De), 22 Fabian Schär (FC Basel), 4 Philippe Senderos (FC Valencia/Sp), 5 Steve von Bergen (BSC Young Boys), 3 Reto Ziegler (Sassuolo Calcio/It). - Mittelfeld: 7 Tranquillo Barnetta (Eintracht Frankfurt/De), 11 Valon Behrami (SSC Napoli/It), 15 Blerim Dzemaili (SSC Napoli/It), 16 Gelson Fernandes (SC Freiburg/De), 8 Gökhan Inler (SSC Napoli/It), 23 Xherdan Shaqiri (Bayern München/De), 14 Valentin Stocker (FC Basel), 10 Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach/De). - Angriff: 19 Josip Drmic (1. FC Nürnberg/De), 17 Mario Gavranovic (FC Zürich), 18 Admir Mehmedi (SC Freiburg/De), 9 Haris Seferovic (Real Sociedad San Sebastian/Sp). - Pikett: Marwin Hitz (FC Augsburg/De), Timm Klose (VfL Wolfsburg/De), Silvan Widmer (Udinese Calcio/It), Eren Derdiyok (Bayer 04 Leverkusen/De), Fabian Frei (FC Basel), Pajtim Kasami (FC Fulham/Eng), Pirmin Schwegler (Eintracht Frankfurt/De). - Trainer: Ottmar Hitzfeld/De.


Die Spiele an der Endrunde

Vorrunde, Gruppe E

WM 2014, Endrunde, Gruppe E
Schweiz - Ecuador 2:1 (0:1)

15. Juni 2014, 13.00 Uhr (18.00 Uhr MESZ). - Estadio Nacional Mané Garrincha, Brasilia. – 68 351 Zuschauer. - SR Irmatow (Usb). - Tore: 22. Enner Valencia (Freistoss Walter Ayovi) 0:1. 48. Mehmedi (Corner Rodriguez) 1:1. 93. Seferovic (Rodriguez) 2:1.
Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Djourou, von Bergen, Rodriguez; Behrami, Inler; Shaqiri, Xhaka, Stocker (46. Mehmedi); Drmic (75. Seferovic). - Trainer: Ottmar Hitzfeld.
Ecuador: Dominguez; Paredes, Guagua, Erazo, Walter Ayovi; Antonio Valencia, Noboa, Gruezo, Montero (76. Rojas); Caicedo (70. Arroyo), Enner Valencia.
Bemerkungen: Beide Teams komplett. Nicht eingesetzte Schweizer Ersatzspieler: Ziegler, Senderos, Lang, Barnetta, Sommer, Dzemaili, Fernandes, Bürki, Schär. Erstes Länderspiel der Schweiz gegen Ecuador. - 69. Tor von Drmic wegen Offsides annulliert. - Verwarnungen: 53. Paredes (Foul). 84. Djourou (Foul).


WM 2014, Endrunde, Gruppe E
Schweiz - Frankreich 2:5 (0:3)

20. Juni 2014, 16.00 Uhr (21.00 Uhr MESZ). - Arena Fonte Nova, Salvador de Bahia. - 51003 Zuschauer. - SR Kuipers (Ho). - Tore: 17. Giroud (Corner Valbuena) 0:1. 18. Matuidi (Benzema) 0:2. 40. Valbuena (Giroud) 0:3. 67. Benzema (Pogba) 0:4. 73. Sissoko (Benzema) 0:5. 81. Dzemaili (Freistoss) 1:5. 87. Xhaka (Inler) 2:5.
Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Djourou, Von Bergen (9. Senderos), Rodriguez; Behrami (46. Dzemaili), Inler; Shaqiri, Xhaka, Mehmedi; Seferovic (69. Drmic). - Trainer: Ottmar Hitzfeld.
Frankreich: Lloris; Debuchy, Varane, Sakho (66. Koscielny), Evra; Cabaye; Sissoko, Matuidi; Valbuena (82. Griezmann), Benzema; Giroud (63. Pogba).
Bemerkungen: Beide Teams komplett. Nicht eingesetzte Schweizer Ersatzspieler: Ziegler, Lang, Barnetta, Sommer, Stocker, Fernandes, Gavranovic, Bürki, Schär. - 9. Von Bergen verletzt ausgeschieden (Bruch des Augenhöhlenbodenknochens). 27. Tor von Xhaka wegen Offsides annulliert. 32. Benaglio wehrt Foulpenalty von Benzema ab, Cabayes Nachschuss prallt an die Querlatte. - Verwarnung: 88. Cabaye (Foul/gegen Ecuador gesperrt).


WM 2014, Endrunde, Gruppe E
Honduras - Schweiz 0:3 (0:2)

25. Juni 2014, 16.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ). - Arena da Amazonia, Manaus. – 40322 Zuschauer. – SR: Pitana (Arg). – Tore: 6. Shaqiri (Lichtsteiner) 0:1. 31. Shaqiri (Drmic) 0:2. 71. Shaqiri (Drmic) 0:3.
Honduras: Valladares; Beckeles, Bernardez, Figueroa, Juan Carlos Garcia; Boniek Garcia (76. Najar), Claros, Wilson Palacios, Espinoza (46. Chavez); Costly (40. Jerry Palacios); Bengtson.
Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez; Behrami, Inler; Xhaka (76. Lang), Shaqiri (87. Dzemaili), Mehmedi; Drmic (73. Seferovic). - Trainer: Ottmar Hitzfeld.
Bemerkungen: Schweiz ohne von Bergen (verletzt). Nicht eingesetzte Schweizer Ersatzspieler: Sommer, Bürki, Ziegler, Senderos, Barnetta, Stocker, Fernandes, Gavranovic. Honduras komplett. - Verwarnung: 65. Jerry Palacios (Reklamieren).

Klassement, Gruppe E
1. Frankreich 3 2 1 0 8:2 7
2. Schweiz 3 2 0 1 7:6 6
3. Ecuador 3 1 1 1 3:3 4
4. Honduras 3 0 0 3 1:8 0

Frankreich und die Schweiz in den Achtelfinals


WM 2014, Endrunde, Achtelfinal
Argentinien - Schweiz 1:0 (0:0) n.V.

1. Juli 2014, 13.00 Uhr (18.00 Uhr MESZ). - Arena Corinthians, São Paulo. - 63 255 Zuschauer. - SR Eriksson (Sd). - Tor: 118. Di Maria (Messi) 1:0.
Argentinien: Romero; Zabaleta, Federico Fernandez, Garay, Rojo (105. Basanta); Gago (106. Biglia), Mascherano; Messi; Lavezzi (74. Palacio), Higuain, Di Maria.
Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez; Behrami, Inler; Xhaka (66. Fernandes), Shaqiri, Mehmedi (113. Dzemaili); Drmic (82. Seferovic). - Trainer: Ottmar Hitzfeld.
Bemerkungen: Argentinien ohne Aguero (verletzt); Schweiz ohne Gavranovic und von Bergen (beide verletzt/abgereist). Nicht eingesetzte Schweizer Ersatzspieler: Sommer, Bürki; Ziegler, Senderos, Lang, Barnetta, Stocker. - 121. Kopfball von Dzemaili an den Pfosten. - Verwarnungen: 36. Xhaka (Foul). 73. Fernandes (Foul). 90. Rojo (Foul/im Viertelfinal gesperrt). 120. Di Maria (Foul).


Infos

Die 20. Austragung einer Fussball-Weltmeisterschaft fand nach 1950 zum zweiten Mal in Brasilien statt. Und wieder war die Schweiz bei einer Endrunde mit von der Partie - zum zehnten Mal in ihrer Geschichte. Ungeschlagen hatte sich das Team von Ottmar Hitzfeld durch die Qualifikation gespielt, nun wurde in einer Gruppe mit Ecuador, Frankreich und Honduras die Achtelfinal-Qualifikation erwartet. Dank den Erfolgen gegen die süd- und mittelamerikanischen Teams gelang dies souverän, auch wenn der Eindruck beim 2:5 gegen die starken Franzosen nicht der beste war.

Im Achtelfinal gegen Argentinien und Lionel Messi machten die Schweizer eines ihrer besten WM-Spiele überhaupt. Lange hielten sie das Geschehen offen, sie zwangen den Favoriten in eine Verlängerung, doch dort reichte eine geniale Aktion von Lionel Messi und Angel di Maria zum entscheidenden Gegentor in der 118. Minute. Die Schweizer hätten durch Blerim Dzemaili, der nah an der Torlinie zu einem Kopfball kam, beinahe noch ausgeglichen, doch es sollte nicht sein. Hitzfeld hatte schon vor dem Turnier seinen Rücktritt erklärt gehabt, Nachfolger Vladimir Petkovic stand als Nachfolger schon fest. Der Nationaltrainer verlor während des Turniers seinen Bruder, der in der Heimat verstarb.

Mit 171 Toren (2,67 pro Spiel) wurde der Rekord bei 32 Endrundenteilnehmern aus dem Jahr 1998 eingestellt. Der Deutsche Miroslav Klose wurde mit seinem 16. WM-Tor an einer Endrunde zum Rekordhalter und löste den Brasilianer Ronaldo ab. Mit 223 WM-Toren an Endrunden ist Deutschland nun die torstärkste WM-Mannschaft aller Zeiten. Torschützenkönig des Turniers in Brasilien wurde mit sechs Treffern der Kolumbianer James Rodriguez, dessen Tor im Achtelfinal gegen Uruguay auch zum schönsten Tor der Endrunde bestimmt wurde. Spieler des Turniers wurde Lionel Messi, bester Youngster der Franzose Paul Pogba.

Schweizer Figur

Xherdan Shaqiri gelang im letzten Gruppenspiel gegen Honduras, das die Schweizer unbedingt gewinnen mussten, ein klassischer Hattrick. Er erzielte alle drei Tore ( zum sicheren Sieg und war am Ende des Turniers in der WM-Torschützenrangliste auf Rang 10 klassiert, gemeinsam mit Topstars wie Karim Benzema oder Arjen Robben. Shaqiri wurde in zwei Partien zum "Man of the match" gewählt. Zur Schweizer Aktion des Turniers wurde der Zweikampf von Valon Behrami im Spiel gegen Ecuador, als er im eigenen Strafraum spektakulär rettete und gleich den Konter zum 2:1-Siegtreffer von Haris Seferovic in der 93. Minute einleitete.

Weltmeister

Für viele war der Halbfinal zwischen Gastgeber Brasilien und Deutschland ein vorweggenommenes Endspiel - für die Südamerikaner endete er in einem Albtraum. Nach einer halben Stunde stand es schon 0:5, am Ende 1:7 für die entfesselten Deutschen gegen eine desolate Defensive Brasiliens. Der Final gegen Argentinien verlief weit ausgeglichener. Die Entscheidung im auf die WM hin totalsanierten Maracana-Stadion fiel erst durch den Treffer des eingewechselten Mario Götze in der 113. Minute.

Kurios

Der uruguayische Spieler Luis Suárez biss im Spiel gegen Italien seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini bei einem Zweikampf in die Schulter. Die FIFA verhängte eine Sperre von neun Pflichtspielen und ein Fussballverbot für vier Monate auch auf Clubebene. Suárez war zuvor bereits zweimal wegen Bissaktionen aufgefallen.