WM 2006 in Deutschland

Die Qualifikation

WM 2006, Gruppe 4
Schlussklassement:


1. Frankreich 10 5 5 0 14:2 20
2. Schweiz 10 4 6 0 18:7 18
3. Israel 10 4 6 0 15:10 18
4. Irland 10 4 5 1 12:5 17
5. Zypern 10 1 1 8 8:20 4
6. Färöer 10 0 1 9 4:27 1

Die Schweiz damit in den Playoffs gegen die Türkei

Playoffs

Hinspiel
Schweiz - Türkei 2:0

Rückspiel
Türkei - Schweiz 4:2

Die Schweiz dank der höheren Anzahl Auswärtstore an der WM 2006


Das Schweizer Aufgebot für die Endrunde

Tor: 1 Pascal Zuberbühler (Neuchâtel Xamax), 12 Diego Benaglio (VfL Wolfsburg/De), 21 Fabio Coltorti (Grasshoppers Zürich). - Verteidigung: 2 Johan Djourou (Arsenal London/Eng), 3 Ludovic Magnin (VfB Stuttgart/De), 4 Philippe Senderos (AC Milan/It), 13 Stéphane Grichting (AJ Auxerre/Fr), 17 Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt/De), 20 Patrick Müller (Olympique Lyon/Fr), 23 Philipp Degen (Borussia Dortmund/De). - Mittelfeld: 6 Johann Vogel (Betis Sevilla/Sp), 7 Ricardo Cabanas (Grasshoppers Zürich), 8 Raphael Wicky (Hamburger SV/De), 10 Daniel Gygax (1. FC Nürnberg/De), 14 David Degen (FC Basel), 15 Blerim Dzemaili (FC Zürich), 16 Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen/De), 19 Valon Behrami (West Ham United/Eng), 22 Hakan Yakin (Al Gharafa/Kat). - Angriff: 9 Alex Frei (Borussia Dortmund/De), 11 Marco Streller (FC Basel), 18 Mauro Lustrinelli (Sparta Prag/Tsch). - Trainer: Jakob Kuhn.


Die Spiele an der Endrunde

Vorrunde, Gruppe G

WM 2006, Endrunde, Gruppe G
Frankreich – Schweiz 0:0

13. Juni 2006, 18.00 Uhr. – FIFA World Cup
Stadion, Stuttgart/De. – 47 757 Zuschauer. –
SR Valentin Ivanov (Russ).
Frankreich: Barthez; Sagnol, Thuram, Gallas,
Abidal; Vieira, Makele; Wiltord (84. Dhorasoo),
Zidane, Ribéry (70. Saha); Henry.
Schweiz: Zuberbühler; P. Degen, Müller (75.
Djourou), Senderos, Magnin; Barnetta, Cabanas,
Vogel (Captain), Wicky (82. Margairaz); Frei, Streller
(57. Gygax). – Nationaltrainer: Jakob Kuhn.
Bemerkungen: Beide Teams komplett. Nicht eingesetzte
Schweizer Ersatzspieler: Benaglio, Coltorti, Grichting,
David Degen, Dezmaili, Spycher, Lustrinelli, Behrami, Hakan Yakin. –
24. Schuss Barnettas an den Torpfosten. –
Verwarnungen: 42. Magnin (Foul), 45. Barnetta
(Unsportlichkeit), 56. P. Degen (Foul), 64. Abidal
(Unsportlichkeit), 72. Zidane (Unsportlichkeit),
72. Cabanas (Foul), 92. Sagnol (Unsportlichkeit),
93. Frei (Unsportlichkeit).


WM 2006, Endrunde, Gruppe G
Togo – Schweiz 0:2 (0:1)

19. Juni 2006, 15.00 Uhr. – FIFA World Cup
Stadion, Dortmund. – 65 000 Zuschauer. –
SR Carlos Amarilla (Paraguay). – Tore: 16. Frei 0:1.
88. Barnetta 0:2.
Togo: Agassa; Assimou Touré, Tchangai,
Nibombe, Forson; Agboh (25. Salifou); Dossevi
(69. Senaya junior), Romao, Maman (87. Malm);
Kader, Adebayor.
Schweiz: Zuberbühler; P. Degen, Müller, Senderos,
Magnin; Barnetta, Cabanas (77. Streller), Vogel,
Wicky; Gygax (46. Yakin); Frei (87. Lustrinelli).
– Nationaltrainer: Jakob Kuhn.
Bemerkungen: Erstes Länderspiel gegen Togo.
Togo ohne Abalo (gesperrt), Assemoassa (verletzt;
Schweiz ohne Behrami (verletzt). Nicht eingesetzte Ersatzspieler:
– Coltorti, Benaglio, Djourou, Margairaz, Grichting, David Degen,
Dzemaili, Spycher, Behrami. - Verwarnungen: 45. Salifou (Foul),
47. Adebayor (Reklamieren), 53. Romao (Foul),
92. Vogel (Unsportlichkeit). 4:8 Eckbälle, 50:50 %
Ballbesitz.


WM 2006, Endrunde, Gruppe G
Schweiz – Südkorea 2:0 (1:0)

23. Juni 2006, 21.00 Uhr. – FIFA World Cup
Stadion, Hannover/De. – 44 652 Zuschauer. – SR
Elizondo (Argentinien). – Tore: 23. Senderos 1:0.
77. Frei 2:0.
Schweiz: Zuberbühler; P. Degen, Müller, Senderos
(53. Djourou), Spycher; Barnetta, Cabanas,
Vogel, Wicky (89. Behrami); Yakin (71. Margairaz),
Frei. – Nationaltrainer: Jakob Kuhn.
Südkorea: Lee Woon-Jae; Lee Young-Pyo
(63. Ahn), Choi, Kim Jin-Kyu, Kim Dong-Jin; Kim
Nam-Il, Lee Chun-Soo, Lee-Ho; Park Ji-Sung, Cho
Jea-Jin, Park Chu-Young (66. Seol).
Bemerkungen: Erstes Länderspiel gegen Südkorea.
Schweiz ohne Gygax (verletzt). Nicht eingesetzte Ersatzspieler:
Benaglio, Coltorti, Magnin, Gygax, Streller, Grichting, David
Degen, Dzemaili, Lustrinelli. 50. Länderspiel unter der Führung von Jakob
Kuhn. – 64. Schuss Freis an den Torpfosten. –
Verwarnungen: 23. Park Chu-Young (Foul). 37.
Kim Jin-Kyu (Foul), 43. Senderos (Foul), 69. Wicky
(Foul), 80. Lee Chun-Soo (Foul), 82. Spycher
(Foul), 82. Spycher (Foul), 90. Djourou (Foul). –
8:6 Eckbälle. 46:54 % Ballbesitz.


Klassement, Gruppe G
1. Schweiz 3 2 1 0 4:0 7
2. Frankreich 3 1 2 0 3:1 5
3. Südkorea 3 1 1 1 3:4 4
4. Togo 3 0 0 3 1:6 0

Schweiz und Frankreich in den Achtelfinals



WM 2006, Endrunde, Achtelfinal
Schweiz – Ukraine 0:0 n. V., 0:3 n. Pen.

26. Juni 2006, 21.00 Uhr. – FIFA World Cup Stadion,
Köln/De. – 45 000 Zuschauer (ausverkauft).
– SR Benito Archundia (Mexiko). –
Penaltyschiessen: Schwewtschenko (gehalten),
Streller (gehalten); Milewski 0:1, Barnetta
(Querlatte); Rebrow 0:2, Cabanas (gehalten);
Gussew 0:3.
Schweiz: Zuberbühler; P. Degen, Djourou (34.
Grichting), Müller, Magnin; Barnetta, Cabanas,
Vogel (Captain), Wicky; Yakin (64. Streller); Frei
(117. Lustrinelli). – Nationaltrainer: Jakob Kuhn.
Ukraine: Schowkowski; Gussew, Waschtschuk,
Gusin, Nesmatschni; Tymostschuk; Worobey (94.
Rebrow), Schelajew, Kalinitschenko (76. Rotan);
Woronin (111. Milewski), Schewtschenko.
Bemerkungen: Erstes Länderspiel gegen die
Ukraine. Schweiz ohne Senderos
(verletzt). Nicht eingesetzte Ersatzspieler: Benaglio,
Coltorti, Margairaz, Gygax, David Degen, Dzemaili,
Spycher, Behrami. Ukraine ohne Russol, Swiderski (beide
gesperrt), Tschigrinski (verletzt). – 33. Djourou
verletzt ausgeschieden (Leiste). – 20. Kopfball
Schewtschenkos an die Querlatte. – 23. Schuss
Freis an die Querlatte. – Verwarnung: 59. Barnetta
(Foul). – 5:6 Eckbälle. 55:45 % Ballbesitz.


Infos

Ja, die Schweizer sorgten bei der WM 2006 für zwei Rekorde. Als erstes Team der WM-Geschichte ist sie aus einem Turnier ausgeschieden, ohne ein Gegentor aus dem Spiel heraus kassiert zu haben. Pascal Zuberbühler ging somit als erfolgreichster WM-Goalie aller Zeiten in die Geschichte ein. Gleichzeitig schrieb sich die Schweiz aber auch als jenes Team in die WM-Bücher ein, das bei einem Penaltyschiessen keinen einzigen Treffer zu Stande brachte.

Das war letztlich der Punkt, warum dem Achtelfinal gegen die Ukraine nicht noch mindestens eine weitere Runde folgen konnte. Alex Frei, ein sehr sicherer und erfahrener Schweizer Penaltyschütze, war zu jenem Zeitpunkt schon ausgewechselt und konnte so dem kollektiven Fehlschussverhalten seiner Kollegen nicht entgegenwirken. Nun, es war ja auch in erster Linie die Defensive gewesen, die die Schweizer auszeichnete, vor allem im Startspiel gegen Frankreich, beim 0:0, aber auch gegen Südkorea und Togo, wo die nötigen Punkte zum Gruppensieg gesammelt wurden.

Schweizer Figur

Und trotzdem soll hier Stürmer Alex Frei hervorgehoben werden, der sowohl gegen die Asiaten wie gegen die Afrikaner traf, so wie er es eigentlich fast immer tat, wenn er sich das rot-weisse Shirt überstreifte. 2008, kurz vor der EURO im eigenen Land, wurde er zum Schweizer Rekordtorschützen, im Frühjahr 2011 beendete er nach 84 Länderspielen und 42 Toren seine internationale Karriere, im Frühjahr 2013 trat er auch als aktiver Spieler beim FC Basel von der Bühne ab und wurde Sportchef beim FC Luzern.


Weltmeister

Nicht Deutschland, das im Projektteam Klinsmann einen märchenhaften Fussballsommer erleben durfte, wurde Weltmeister, sondern Italien, das das Heimteam im Halbfinal in der Verlängerung bezwingen konnte und dann auch das Endspiel gegen Frankreich im Penaltyschiessen für sich entschied.


Kurios

Otto Pfister, der Trainer des Schweizer WM-Gruppengegners Togo, wohnt seit Jahren in Bad Ragaz und ist ein Weltreisender in Sachen Fussball. Die WM verlief jedoch turbulent, Prämienstreitigkeiten vor dem Turnier führten sogar zum zwischenzeitlichen Rücktritt des damals 68-jährigen Fussballlehrers, der dann aber doch dreimal auf der Bank sass.